Sandra Neumann

Jahrgang 1977. Historikerin. Mehrjährige Berufserfahrung als Fotoredakteurin im Agenturbetrieb, Schwerpunkt historische Fotografie. Zwei Kinder, seit 2008 und seit 2017 Typ 1 Diabetes.

Seit 2015 Staatlich geprüfte und anerkannte Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Psychotherapeutische Beratung.

Zusätzliche Ausbildungen in den Bereichen Burnout-Beratung und Mykotherapie (Vitalpilze) als Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM. Ausbildung eines Hundes zum Diabetikerwarnhund.


Auf der Suche nach einem passenden Therapeuten...

...beschäftigt man sich oft mit Fragen wie „Wird diese Person gut zu mir passen? Ist sie sympathisch? Weiß sie, was sie tut? Wird sie verstehen, was ich denke und was ich fühle?

 

Neben den oben genannten fachlichen Qualifikationen als Therapeutin, bin ich selbst Mutter von zwei Typ 1 Diabetes-Kindern. Ich weiß, wie es ist...

  • ...wenn man plötzlich eine so schwere chronische Erkrankung diagnostiziert bekommt – und sich auf einmal das ganze Leben zu ändern scheint.
  • ...wenn man sich im Krankenhaus wiederfindet und sich in vielen Schulungen mit Themen beschäftigen muss, von denen man vorher höchstens mal am Rande gehört hat.
  • ...wenn man – ohne medizinische Vorbildung plötzlich mit Spritzen, Kathetern und Sensoren hantieren muss. 
  • ...wenn man das eigene Kind regelmäßig blutig stechen muss, um den Blutzucker zu bestimmen – egal, ob das Kind das verstehen kann oder sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt.
  • ...wenn die Anstrengungen um das ständige Berechnen der BE bei jedem Essen und das Bestimmen der Insulineinheiten unter Berücksichtigung von Bewegung, Infekten und anderen Faktoren einem mitunter den Appetit vergehen lassen.
  • ...wenn man aufgrund einer ständigen Angst vor Unterzuckerungen oder Langzeitschäden aufgrund zu hoher Zuckerwerte nicht mehr zur Ruhe kommt.
  • ...wenn das „Schlachtfeld Pubertät“ erbarmungslos über einen hereinbricht und man sich eigentlich nur noch Sorgen macht.
  • ...wenn die alltägliche Auseinandersetzung zwischen Angehörigen und Betroffenem über das Diabetes-Management die partnerschaftliche Kommunikation nahezu zum Erliegen bringt.
  • ...wenn man hilflos dasteht, weil die verletzenden Kommentare unwissender Mitmenschen einfach nur noch sprachlos machen.
  • ...wenn die ständige Präsenz zwischen Diabetes, Familie, Partnerschaft und Beruf zu schweren Erschöpfungszuständen führen kann. 

Wenn einen immer wieder die Frage beschäftigt: Wie ist das eigentlich alles zu schaffen?

Dem nachgehend beschäftigte ich mich immer intensiver mit dem Thema, wie man einen Weg finden kann, dem „Energieräuber Diabetes entgegenzutreten, ohne dabei die Kraft und die Motivation zu verlieren.

 

Neben der umfangreichen Lektüre von Fachliteratur bildete ich mich in speziellen Seminaren weiter vor allem in Bezug auf die psychosozialen Belastungen, die mit einem Typ 1 Diabetes einhergehen. Sowohl bei den Angehörigen, als auch bei den Betroffenen selbst. 

 

Vielen Gesprächen mit Betroffenen und Helfenden weiter folgte der Entschluss, die gewonnenen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen auf eine solide Basis zu stellen. Mit dem erfolgreichen Abschluss meiner Heilpraktikerausbildung im Jahr 2015 ist mir nun die Möglichkeit gegeben, in eigener Praxis anderen Menschen an ähnlichen Punkten ihres Lebens Halt und Unterstützung geben zu können.

Danke für Ihr Vertrauen!