Wenn die Psyche leidet ... oder: Kennen Sie das Gefühl, nur noch „Zucker im Kopf“ zu haben?

Beratung und Unterstützung für Menschen und Familien mit Diabetes Typ 1

Gerade nach der Diagnose „Diabetes mellitus Typ 1“ scheint sich das Leben plötzlich ausschließlich um KE-/BE-Einheiten, Blutzucker messen, Sensoren, Pumpen, Spritzen und um Unter- bzw. Überzuckerungen zu drehen. Wie ist der Blutzuckerwert? Wie viel BE hat nochmal ein Brötchen? Und der Kuchen? Wie viel Insulin wird benötigt? Muss ich schon wieder den Katheter wechseln? Ist meine Freundin nur müde bzw. genervt oder bahnt sich gerade eine schwere Unterzuckerung an? Und ist meine Tochter auch sicher, wenn niemand in der Nähe ist, der sich mit dieser Krankheit auskennt? Kann ich meinen Sohn guten Gewissens zu Freunden, in die Kita, in die Schule schicken?

 

Auch in den Wochen, Monaten und Jahren nach der Diagnose kann es immer wieder Lebensphasen geben, wo man als Betroffener oder Angehöriger das Gefühl hat, dass sich alles nur noch um „DEN ZUCKER“ dreht. Das allein in den Griff zu bekommen, ist nicht immer einfach. 

 

Seit nun über zehn Jahren begleite ich meine beiden Kinder mit ihrem Diabetes Typ 1. Mit allen Höhen und Tiefen – und damit meine ich nicht nur den Blutzucker. Im Jahr 2015 habe ich aus der persönlichen "Berufung" einen Beruf gemacht. Als staatlich geprüfte und anerkannte Heilpraktikerin berate und begleite ich in meiner Praxis Menschen, die an Diabetes Typ 1 erkrankt sind, und deren nahe stehende Angehörige (Lebenspartner, Familie und Freunde).

 

Diabetes ist keine Erkrankung, die nur beim Betroffenen bleibt. Sie bindet immer das soziale Umfeld mit ein. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde dafür eigens ein Begriff geprägt: Diabetes Typ F(amilie).

Was viele Angehörige lange Zeit nur spürten und häufig mit sich selbst ausmachten, wurde in einer Studie des Pharma-Unternehmens Novo Nordisk mit Zahlen unterlegt:

  • 40 % der Familienmitglieder von Diabetikern fühlen sich durch die Sorge um ihre Angehörigen stark gestresst,
  • 37 % der Familienangehörigen sind frustriert, weil sie gerne mehr Unterstützung geben würden, aber nicht wissen, wie,
  • 35 % der Familienmitglieder sprechen von einer „mittleren“ bis „großen Belastung“ durch die Pflege eines Diabetikers.

Wenn Sie als Betroffener oder Angehöriger nicht weiter wissen und Unterstützung benötigen, dann melden Sie sich gern bei mir. Ich höre Ihnen zu und berate Sie kompetent bei all Ihren Fragen, Ängsten und Sorgen.