Diabetes hat viele Gesichter.
Eines davon nennt sich Diabetes Typ F (wie Familie).

Auf den ersten Blick meint Diabetes Typ F das soziale Umfeld eines von Diabetes betroffenen Menschen.  Also zunächst einmal die Familie, Eltern, Großeltern, Geschwister, Lebensgefährten, vertraute Freundschaften. Manchmal auch nahe stehende Arbeitskollegen. Selbst Haustiere können dazu gehören, wenn sie in irgendeiner Weise auf den Blutzucker ihres Menschen reagieren. So weit, so gut.

 

Wenn man ein wenig genauer hinsieht, kann dieser Begriff aber weit mehr als das beinhalten. Man denke dabei zum Beispiel an:

  • schlaflose Nächte
  • Sorgen um den geliebten Menschen
  • Ängste vor der Zukunft
  • gemeinsame Krankenhausaufenthalte
  • Verzweiflung und Ohnmacht („Warum passiert uns das?„“)
  • ständiges Denken an irgendwelche Zahlen (die meistens mit mg/dl, mmol/l oder BE enden
  • das Mittragen einer doch immer irgendwie angepassten Lebensweise
  • das Ertragen von Unterzuckerungs-Wutausbrüchen und anderen diabetesbedingten Stimmungsschwankungen
  • Wut auf die Erkrankung (manchmal auch auf den erkrankten Menschen)
  • und schließlich: Schuldgefühle.

Das ist alles ganz schön viel!

Ja, das ist es. Manchmal vielleicht sogar ein wenig zu viel. Dann zeigt sich das wahre Gesicht dieser Erkrankung: Sie saugt Kraft. Und Energie. Nicht nur bei den Betroffenen. Auch bei den anderen, den liebevoll genannten „Typ-Flern“.

Typische Fragen von Typ 1 Diabetes-Angehörigen

1. Was habe ich zu erwarten?

  • Wie wirkt sich die Diagnose einer solch schweren chronischen Erkrankung auf das Leben der Betroffenen in der jeweiligen Lebensphase (Kindheit, Pubertät, Erwachsenwerden, Erwachsensein) aus?
  • Und was bewirkt sie bei den Eltern, bei den Lebenspartnern und bei Freunden?

2. Kann es sein, dass der Diabetes den Erkrankten verändert?

  • Was macht man, wenn der „Diabetes“ (also der Zustand bei zu hohem oder zu niedrigem Blutzucker) spricht, und nicht mehr der Mensch selbst?

  • Wie ändert sich das Verhalten und wie geht man als Angehöriger mit Ausrastern und wüsten, teilweise auch sehr beleidigenden Äußerungen um, ohne verletzt zu sein?

3. Wie kann man den nahe stehenden Menschen am besten unterstützen?

  • Wie verhält man sich bei leichten bis schweren Unterzuckerungen?

  • Und bei länger anhaltenden Überzuckerungen?

  • Woher nimmt man immer wieder die Kraft und Energie, um dem geliebten Menschen das Tragen seiner schweren Erkrankung einfacher zu gestalten?

4. Alltag mit Diabetes: Kita, Schule, Arbeiten, Freundeskreis

  • Wie findet man nach einer Diagnose zurück in den Alltag?

  • Wie reagieren Kita-Erzieher? Lehrer? Kollegen? Aber auch Freunde und Bekannte?

  • Und was macht man, wenn die Rückkehr in den Alltag nicht so reibungslos funktioniert, wie man sich das vorgestellt hat?

5. Was andere sagen

  • Wie geht man mit Vorurteilen und gefährlichem Halbwissen Außenstehender um?

  • Was reagiert man zum Beispiel auf Fragen wie „Ihr Kind hat wohl immer zu viel Süßes gegessen“?

6. Verändert die Diagnose Diabetes die Familie?

  • Wie geht es den einzelnen Familienmitgliedern damit? Verändert sich die Haltung dem erkrankten Kind / Partner oder Partnerin / Familienmitglied gegenüber?

  • Wie kann man es verhindern, dass Geschwister zu sogenannten „Schattenkindern“ werden?

  • Was macht die Diagnose aus der Beziehung der Eltern?

  • Wie ändert sich das Leben der Mütter und Väter? Und der Partnerin oder des Partners? Von welchen persönlichen Lebensträumen müssen sie sich verabschieden? Und wie leicht bzw. schwer fällt das?

7. Gefahr Burnout bei Diabetes-Angehörigen

  • Was macht man, wenn Kraft und Geduld trotz guter Vorsätze plötzlich nicht mehr reichen?

  • Wenn Frustration und Erschöpfung die Oberhand gewinnen?

  • Wie lässt sich im (lebenslangen) „Marathon Diabetes“ ein persönlicher, aber auch familiärer Burnout verhindern?

  • Und wenn man schon drinsteckt: Wie kommt man wieder raus?

Hilfe, Beratung und Unterstützung für Angehörige und Freunde

Der Umgang mit einem Typ 1 Diabetes kann sehr frustrierend sein und manchmal auch einsam machen. Wenn Sie nicht weiter wissen und Unterstützung benötigen, dann melden Sie sich gern bei mir. In entspannter und verständnisvoller Atmosphäre betrachten wir die Themen, die Sie momentan am meisten beschäftigen und finden eine Lösung, die Ihnen und damit auch Ihrem betroffenen Angehörigen am besten den Rücken stärken.

Bei Interesse berate ich Sie auch über die Anwendung von Heil- bzw. Vitalpilzen aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die insbesondere bei der Behandlung von Schlafstörungen, Burnout-Symptomen sowie bei (häufig stressbedingten) Neigungen zu Infekten unterstützend eingesetzt werden können. Sprechen Sie mich gern darauf an.